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Wie Tiere helfen können

Verstehe die Grundlagen: Warum wirken Tiere auf uns? Was passiert im Körper und in der Psyche?

Inhaltsverzeichnis

01

Warum Tiere wirken – wissenschaftlich erklärt

02

Neurobiologie: Was im Körper passiert

03

Biophilie: Unsere Verbindung zur Natur

04

Praxisbeispiele: Wie Tiere konkret unterstützen

05

Aber: Grenzen gibt es auch

Warum Tiere wirken – wissenschaftlich erklärt

Tiere „tun einfach gut" – das sagen viele. Aber warum eigentlich? Die Forschung zeigt: Es gibt biologische, neurologische und psychologische Mechanismen, die erklären, warum Tiere Menschen so stark beeinflussen können.


Neurobiologie: Was im Körper passiert

Wenn wir ein Tier streicheln oder mit ihm interagieren, verändert sich messbar etwas in unserem Körper:


  • Oxytocin steigt: Das „Bindungshormon" wird ausgeschüttet – wir fühlen uns verbunden, sicher, ruhig

  • Cortisol sinkt: Stresshormone werden reduziert

  • Herzfrequenz und Blutdruck sinken: Der Körper entspannt sich

  • Herzfrequenzvariabilität verbessert sich: Ein Zeichen für Stressresilienz

  • Psychologie: Tiere schaffen Beziehung

Tiere urteilen nicht. Sie bewerten nicht. Sie nehmen Menschen an, wie sie sind – ohne Vorbehalte. Das schafft emotionale Sicherheit. Für Kinder mit Angststörungen, traumatisierte Menschen oder Menschen mit Autismus kann das der Schlüssel sein, um überhaupt in Kontakt zu kommen.


Biophilie: Unsere Verbindung zur Natur

Der Biologe E. O. Wilson prägte den Begriff Biophilie – die angeborene Verbundenheit des Menschen mit anderen Lebewesen. Wir sind evolutionär darauf programmiert, auf Tiere zu reagieren. Das erklärt, warum selbst das Beobachten von Fischen im Aquarium beruhigend wirkt.



Praxisbeispiele: Wie Tiere konkret unterstützen

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In der Schule:

Ein ruhiger Hund im Klassenzimmer senkt nachweislich den Lärmpegel, steigert die Konzentration und fördert soziales Verhalten
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In der Therapie:

Ein Kind, das nicht über sein Trauma sprechen kann, erzählt dem Hund – und öffnet sich dabei der Therapeutin
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In der Altenpflege:

Eine Frau mit Demenz, die seit Wochen nicht mehr gesprochen hat, spricht plötzlich den Besuchshund an

Aber: Grenzen gibt es auch

Tiergestützte Arbeit ist kein Wundermittel. Sie funktioniert nicht bei jedem Menschen, nicht in jeder Situation und nicht automatisch. Grenzen zeigen sich:


  • Bei Allergien oder Phobien

  • Wenn Tiere gestresst oder überfordert sind

  • Bei fehlender fachlicher Begleitung

  • Wenn strukturelle Voraussetzungen (Hygiene, Sicherheit) nicht gegeben sind

  • Bei unrealistischen Erwartungen („Das Tier wird alles lösen")

Verantwortungsvolle TGI erkennt diese Grenzen – und arbeitet nur dort, wo sie sinnvoll, sicher und förderlich ist.


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