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Praktische Tipps für den Einstieg in den Berufsalltag

Wie integriere ich TGI in meinen Berufsalltag? Tipps für Planung, Organisation und erste Schritte zur Umsetzung in verschiedenen Settings.

Inhaltsverzeichnis

01

Wie integriere ich TGI in meinen Berufsalltag? Planung und Organisation

02

Erste Schritte zur Umsetzung in verschiedenen Settings

Der Übergang in die aktive tiergestützte Arbeit ist eine spannende Phase, die mit praktischer Planung und einer schrittweisen Herangehensweise zum Erfolg führt. Das oberste Prinzip lautet dabei: „Von leicht zu schwer“ – gewöhnen Sie sowohl sich selbst, Ihr Tier als auch Ihre Klient:innen und das Umfeld behutsam an die neue Situation.

Wie integriere ich TGI in meinen Berufsalltag? Planung und Organisation

Die Integration von TGI in Ihren Berufsalltag erfordert eine sorgfältige Planung und Organisation. Beginnen Sie mit einem kleinen, überschaubaren Pilotprojekt, dessen Ziele klar definiert sind und das Ihnen erste Erfahrungen ermöglicht.

  • Zeitmanagement
    Planen Sie nicht nur die Interventionszeiten, sondern auch ausreichend Vor- und Nachbereitungszeit für sich und Ihr Tier ein. Dazu gehören das Training, die Pflege, die Dokumentation und die Reflexion.
  • Raumplanung
    Sorgen Sie für einen geeigneten Einsatzort, der den Sicherheits- und Hygieneanforderungen entspricht und Ihrem Tier Rückzugsmöglichkeiten bietet.
  • Materialien
    Halten Sie alle notwendigen Materialien bereit – von Trainingshilfen über Spielzeug bis hin zu Hygieneprodukten.
  • Dokumentation
    Führen Sie von Beginn an eine lückenlose Dokumentation Ihrer Interventionen, der Entwicklung des Klienten und des Wohlbefindens Ihres Tieres. Dies ist nicht nur für die Qualitätssicherung, sondern auch für die spätere Evaluation und Argumentation wichtig.

Erste Schritte zur Umsetzung in verschiedenen Settings

Eine schrittweise Einführung ist der Schlüssel zur erfolgreichen Implementierung.

Beginnen Sie „ohne Tier“

Bevor Ihr Tier das erste Mal physisch anwesend ist, können Sie die Klient:innen und das Umfeld mit passiven tiergestützten Methoden vertraut machen. Arbeiten Sie mit Tierbildern, Geschichten oder einem Stofftier-Dummy. Dies ermöglicht es allen Beteiligten, sich an die Idee der tiergestützten Arbeit zu gewöhnen, Verhaltensregeln zu lernen und mögliche Ängste oder Unsicherheiten abzubauen. In einer Schulklasse könnten Sie beispielsweise die ersten Wochen nur mit Bildern des zukünftigen Schulhundes arbeiten und über dessen Bedürfnisse sprechen, bevor das Tier selbst anwesend ist.

Kleine Schritte mit Tier

Wenn Ihr Tier das erste Mal dabei ist, starten Sie mit kurzen, niedrigschwelligen Interaktionen in einer ruhigen Umgebung. Die Dauer und Intensität der Einsätze wird sukzessive gesteigert, immer unter Berücksichtigung der Belastbarkeit Ihres Tieres und der Reaktionen der Klient:innen.

Feedback einholen

Sammeln Sie aktiv Feedback von Klient:innen, Kolleg:innen und Vorgesetzten. Dies hilft Ihnen, Ihre Arbeit kontinuierlich zu optimieren und auf die Bedürfnisse aller Beteiligten einzugehen.
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