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In Institutionen arbeiten – Hürden meistern

Wie überzeuge ich meinen Arbeitgeber oder Schulleiter? Welche Dokumentationen und Konzepte brauche ich? Umgang mit Widerständen und Herausforderungen.

Inhaltsverzeichnis

01

Wie überzeuge ich meinen Arbeitgeber oder Schulleiter?

02

Welche Dokumentationen und Konzepte brauche ich?

03

Umgang mit Widerständen und Herausforderungen

Die Einführung tiergestützter Arbeit in bestehende Institutionen erfordert nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch strategisches Vorgehen und Überzeugungsarbeit. Häufig begegnen Sie zunächst Skepsis oder Widerständen, die es gilt, konstruktiv zu überwinden.

Wie überzeuge ich meinen Arbeitgeber oder Schulleiter?

Die Fähigkeit, Ihre tiergestützte Arbeit überzeugend zu präsentieren, ist entscheidend für deren Akzeptanz. Stellen Sie sich darauf ein, kritische Fragen zu beantworten, und bereiten Sie sich entsprechend vor.

Fundierte Argumentation

Verweisen Sie auf die wissenschaftlichen Wirkmechanismen und Studien, die Sie im Hauptbereich „Verstehen" kennengelernt haben. Nutzen Sie die dortigen FAQs, um häufig gestellte Fragen (z.B. zu Hygiene, Sicherheit) präzise und evidenzbasiert zu beantworten.

Konkretes Konzept

Präsentieren Sie ein detailliertes Konzept, das Ihre Ziele, Methoden, die Rolle des Tieres, Hygienemaßnahmen und Ihr Risikomanagement transparent darlegt. Ein solches Dokument vermittelt Professionalität und zeigt, dass Sie die Arbeit durchdacht haben.

Pilotprojekt vorschlagen

Bieten Sie an, mit einem zeitlich befristeten Pilotprojekt zu starten. Dies ermöglicht es der Institution, Erfahrungen zu sammeln, ohne sich langfristig zu binden, und bietet Ihnen die Möglichkeit, die Wirksamkeit Ihrer Arbeit in diesem spezifischen Setting zu demonstrieren.

Offene Kommunikation

Nehmen Sie Bedenken und Ängste Ihrer Kolleg:innen oder Vorgesetzten ernst. Hören Sie aktiv zu, stellen Sie Verständnisfragen und versuchen Sie, gemeinsame Lösungen zu finden. Wenn Sie eine Frage nicht sofort beantworten können, notieren Sie sie und versprechen Sie, sich zu informieren und später eine fundierte Antwort zu geben.

Welche Dokumentationen und Konzepte brauche ich?

Eine lückenlose Dokumentation ist Ihre Visitenkarte und schafft Vertrauen. Halten Sie eine strukturierte Mappe mit allen relevanten Unterlagen bereit:


  • Ihre Qualifikationsnachweise
    Zeugnisse Ihrer Grundausbildung und Ihrer TGI-Weiterbildung.
  • Gesundheitsnachweise Ihres Tieres
    Aktuelle Impfpässe, tierärztliche Atteste über den Gesundheitszustand und regelmäßige Parasitenkontrollen.
  • Eignungsprüfung des Tieres
    Dokumentation der bestandenen Eignungsprüfung für den TGI-Einsatz.
  • Ihr TGI-Konzept
    Ein schriftliches Dokument, das Ziele, Methoden, Tiereinsatz, Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sowie Dokumentationsverfahren beschreibt.
  • Hygienekonzept
    Abgestimmt mit der Institution oder dem Gesundheitsamt.
  • Versicherungsnachweise
    Gültige Tierhalterhaftpflicht- und Berufshaftpflichtversicherung.
  • Einverständniserklärungen
    Vorlagen für Einverständniserklärungen von Klient:innen oder deren Erziehungsberechtigten.

Umgang mit Widerständen und Herausforderungen

Widerstände sind im Veränderungsprozess normal. Bleiben Sie professionell, sachlich und lösungsorientiert.

Fokus auf den Nutzen

Lenken Sie das Gespräch immer wieder auf den Mehrwert und die positiven Effekte der TGI für die Klient:innen und die Institution.

Verbündete finden

Suchen Sie Unterstützung bei Kolleg:innen, die der Idee positiv gegenüberstehen, und bauen Sie ein Netzwerk auf.

Transparenz schaffen

Erläutern Sie, wie Sie mit möglichen Problemen (z.B. Allergien, Ängsten) umgehen und dass die Sicherheit stets gewährleistet ist.

Professionelle Haltung

Bleiben Sie authentisch und selbstbewusst, aber auch flexibel und kompromissbereit, wenn es um die Anpassung von Rahmenbedingungen geht. Zeigen Sie, dass Sie die Bedenken ernst nehmen und bereit sind, daran zu arbeiten.
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