Erste Schritte zur tiergestützten Arbeit
Was ist der erste Schritt, um tiergestützt zu arbeiten? Verschaffe dir einen Überblick über die Voraussetzungen und vermeide häufige Anfängerfehler von Beginn an.
Inhaltsverzeichnis
01
Strategisch starten: Analyse und Ziele
02
Häufige Anfängerfehler und wie Sie sie vermeiden
Strategisch starten: Analyse und Ziele
Der Wunsch, tiergestützt zu arbeiten, ist oft von großer
Motivation und Tierliebe getragen. Doch der Weg von der Idee zur
professionellen Umsetzung erfordert eine strukturierte Herangehensweise. Der
allererste und entscheidende Schritt ist eine umfassende Analyse der
aktuellen Situation, gefolgt von einer klaren Zieldefinition.
Zunächst reflektieren Sie Ihre persönliche Situation: Welche Zeitressourcen stehen Ihnen für die Einarbeitung, Weiterbildung und das spezifische Training Ihres Tieres zur Verfügung? Sind Sie mental und emotional bereit für diese anspruchsvolle Arbeit, die sowohl Mensch als auch Tier gerecht werden muss? Diese ehrliche Selbstreflexion bildet die Basis für alle weiteren Entscheidungen.
Gleichzeitig erfolgt eine detaillierte Betrachtung des institutionellen Rahmens, falls Sie in einem Angestelltenverhältnis arbeiten möchten. Hier stellen sich Fragen nach den Rahmenbedingungen Ihrer Institution: Welche Unterstützung können Sie erwarten? Gibt es bereits Erfahrungen mit TGI? Welche Kolleg:innen, Vorgesetzten oder administrativen Bereiche sind betroffen und müssen informiert oder eingebunden werden? Eine frühzeitige Sondierung und Einbeziehung aller relevanten Akteure ist hier von entscheidender Bedeutung.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Klientel, mit der Sie arbeiten möchten oder bereits arbeiten. Handelt es sich um Kinder, Jugendliche, Erwachsene, ältere Menschen? Welche spezifischen Bedürfnisse, Potenziale oder auch mögliche Ängste oder Allergien könnten diese Klient:innen im Kontext der TGI haben? Diese Zielgruppenanalyse beeinflusst maßgeblich die Auswahl des Tieres und die Gestaltung der Interventionen.
Haben Sie bereits ein Tier, mit dem Sie arbeiten möchten, so steht dessen Eignung im Fokus der Analyse. Verfügt es über die notwendigen charakterlichen Eigenschaften wie Gelassenheit, Sozialität und Stresstoleranz? Wie ist sein aktueller Trainingszustand? Welche Haltungsbedingungen können Sie ihm bieten, um sein Wohlbefinden auch im Einsatz zu gewährleisten? Die Grundlage all dessen ist immer ein Tier, das die Arbeit als Bereicherung und nicht als Belastung empfindet.
Erst nach dieser umfassenden Analyse formulieren Sie Ihr konkretes Ziel für die tiergestützte Arbeit. Möchten Sie Lesefertigkeiten bei Kindern fördern, die Kommunikation bei Menschen mit Demenz anregen oder das Stresslevel in einer Gruppe senken? Ein klares, messbares Ziel ist der Kompass, der Ihre gesamte Planung leitet und die Grundlage für die spätere Evaluation bildet.
Zunächst reflektieren Sie Ihre persönliche Situation: Welche Zeitressourcen stehen Ihnen für die Einarbeitung, Weiterbildung und das spezifische Training Ihres Tieres zur Verfügung? Sind Sie mental und emotional bereit für diese anspruchsvolle Arbeit, die sowohl Mensch als auch Tier gerecht werden muss? Diese ehrliche Selbstreflexion bildet die Basis für alle weiteren Entscheidungen.
Gleichzeitig erfolgt eine detaillierte Betrachtung des institutionellen Rahmens, falls Sie in einem Angestelltenverhältnis arbeiten möchten. Hier stellen sich Fragen nach den Rahmenbedingungen Ihrer Institution: Welche Unterstützung können Sie erwarten? Gibt es bereits Erfahrungen mit TGI? Welche Kolleg:innen, Vorgesetzten oder administrativen Bereiche sind betroffen und müssen informiert oder eingebunden werden? Eine frühzeitige Sondierung und Einbeziehung aller relevanten Akteure ist hier von entscheidender Bedeutung.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Klientel, mit der Sie arbeiten möchten oder bereits arbeiten. Handelt es sich um Kinder, Jugendliche, Erwachsene, ältere Menschen? Welche spezifischen Bedürfnisse, Potenziale oder auch mögliche Ängste oder Allergien könnten diese Klient:innen im Kontext der TGI haben? Diese Zielgruppenanalyse beeinflusst maßgeblich die Auswahl des Tieres und die Gestaltung der Interventionen.
Haben Sie bereits ein Tier, mit dem Sie arbeiten möchten, so steht dessen Eignung im Fokus der Analyse. Verfügt es über die notwendigen charakterlichen Eigenschaften wie Gelassenheit, Sozialität und Stresstoleranz? Wie ist sein aktueller Trainingszustand? Welche Haltungsbedingungen können Sie ihm bieten, um sein Wohlbefinden auch im Einsatz zu gewährleisten? Die Grundlage all dessen ist immer ein Tier, das die Arbeit als Bereicherung und nicht als Belastung empfindet.
Erst nach dieser umfassenden Analyse formulieren Sie Ihr konkretes Ziel für die tiergestützte Arbeit. Möchten Sie Lesefertigkeiten bei Kindern fördern, die Kommunikation bei Menschen mit Demenz anregen oder das Stresslevel in einer Gruppe senken? Ein klares, messbares Ziel ist der Kompass, der Ihre gesamte Planung leitet und die Grundlage für die spätere Evaluation bildet.
Häufige Anfängerfehler und wie Sie sie vermeiden
Der Enthusiasmus für tiergestützte Arbeit kann manchmal dazu verleiten, vorschnell zu handeln. Einige typische Fehler lassen sich jedoch durch bewusste Planung und Reflexion vermeiden:
Aktionismus statt Planung
Der
größte Fehler ist, ohne ein durchdachtes Konzept und eine gründliche Analyse zu
beginnen. Die Gefahr, sowohl sich selbst als auch das Tier zu überfordern oder
auf unerwartete Herausforderungen unzureichend vorbereitet zu sein, ist dabei
hoch. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Vorbereitung.
Fehlende Kommunikation
Wenn Sie Ihre Kolleg:innen, Vorgesetzten, Klient:innen oder
deren Angehörige nicht frühzeitig und transparent in den Prozess einbeziehen,
können Widerstände und Missverständnisse entstehen. Das offene Gespräch und das
Ernstnehmen von Bedenken sind entscheidend für die Akzeptanz und erfolgreiche
Integration Ihrer Arbeit.
Überschätzung von Mensch oder Tier
Weder
die eigene Belastbarkeit noch die des Tieres sollten unterschätzt werden. TGI
ist anspruchsvoll. Beginnen Sie in kleinem Rahmen, evaluieren Sie regelmäßig
und passen Sie die Anforderungen bei Bedarf an. Das Tierwohl muss jederzeit an
erster Stelle stehen.
Isoliertes Handeln
Versuchen
Sie nicht, alle Aspekte allein zu bewältigen. Suchen Sie den Austausch mit
erfahrenen Fachkräften, nutzen Sie die Expertise von TGI-Dozent:innen und
scheuen Sie sich nicht, Unterstützung bei der Konzepterstellung oder dem
Tiertraining einzuholen.

